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Cybergrooming: So schützen Sie Ihr Kind vor Fremden im Netz

Erwachsene, die sich online als Kinder ausgeben und Vertrauen erschleichen: Das ist leider kein Einzelfall. Die gute Nachricht: Kinder, die klare Regeln kennen und wissen, dass sie keinen Ärger bekommen, sind deutlich besser geschützt.

Von der Grundschulmax-Redaktion · Stand: November 2026

Was ist Cybergrooming?

Beim Cybergrooming nehmen Erwachsene gezielt online Kontakt zu Kindern auf, etwa in Spielen, Chats oder sozialen Netzwerken, um Vertrauen aufzubauen und das Kind später zu bedrängen.

Wie häufig ist das?

Laut einer Befragung der Landesanstalt für Medien NRW wurden 24 % der 8- bis 17-Jährigen von Erwachsenen online zu einem Treffen aufgefordert, bei den 8- bis 9-Jährigen schon 20 %. In gut einem Drittel der Fälle gab sich der Erwachsene zunächst als gleichaltrig aus 1.

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Warnzeichen, die Kinder kennen sollten

  • Jemand will ein Geheimnis mit dem Kind haben.
  • Jemand macht auffällig viele Komplimente oder Geschenke, etwa Spielwährung.
  • Jemand will in eine andere App wechseln.
  • Jemand fragt nach Fotos, Adresse oder Schule.
  • Jemand will sich treffen.

Die Regeln, die wirklich schützen

  1. Online-Bekannte bleiben Fremde, auch wenn sie nett sind.
  2. Keine Fotos, keine Adresse, keine Schule, niemals.
  3. Geheimnisse mit Online-Bekannten gibt es nicht.
  4. Bei komischem Gefühl: sofort Bescheid sagen. Dafür gibt es nie Ärger.
Tipp: Täter setzen darauf, dass Kinder aus Scham oder Angst vor Ärger schweigen. Der wirksamste Schutz ist der Satz: „Egal was passiert ist, du kannst es mir immer erzählen.“

Im Ernstfall

Bleiben Sie ruhig und loben Sie Ihr Kind dafür, dass es sich anvertraut hat. Sichern Sie Beweise mit Screenshots, brechen Sie den Kontakt ab, melden Sie das Profil und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Löschen Sie nichts, bevor die Beweise gesichert sind.

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Häufige Fragen

Ab welchem Alter sind Kinder von Cybergrooming betroffen?

Schon im Grundschulalter. Laut der Landesanstalt für Medien NRW wurden 20 % der 8- bis 9-Jährigen online von Erwachsenen zu einem Treffen aufgefordert.

Wie spreche ich mit meinem Kind darüber, ohne Angst zu machen?

Mit klaren, einfachen Regeln statt Horrorgeschichten. Üben Sie Situationen spielerisch und betonen Sie, dass Ihr Kind nie Ärger bekommt, wenn es etwas erzählt.

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